#WildlifeCybercrime: Elfenbeinhandel

Die Europäische Union ist weltweit der größte Elfenbeinexporteur. Herrscht innerhalb der EU ein allgemeines Vermarktungsverbot für Elfenbein, ist das „weiße Gold“ aus der Zeit vor 1990 (Vorerwerb) und antik (vor 1947) davon ausgenommen. Diese Ausnahmen erschweren den Vollzug, wodurch der illegale Handel und somit auch die Wilderei zunehmen. Seit dem Jahr 2011 wurden zwischen 20.000 und 30.000 Afrikanische Elefanten jedes Jahr getötet, was zu einem allgemeinen Rückgang der Populationen führt.

Engelsbein, Bein der Elfen, Material mit besonderer Maserung … klingt harmlos, ist es aber nicht. Immer wieder werden auf Online-Plattformen Codewörter für Elfenbeinprodukte verwendet, um einerseits keinen Legalitätsnachweis vorlegen zu müssen und andererseits ein auf einigen Online-Plattformen bereits bestehendes Elfenbein-Handelsverbot dreist zu umgehen.

Sechs Wochen lang recherchierte Shifting Values im Auftrag des IFAW auf deutschen Online- und Social-Media-Plattformen. In Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland wurden in dieser Zeit 11.772 Exemplare streng geschützter Wildtiere gefunden (lebende Tiere bzw. Körperteile und Produkte daraus). 11% davon machte Elfenbein aus.

Lesen Sie hier die gesamte IFAW-Studie „Disrupt: Wildlife Cybercrime“ (deutsch).

Übrigens kann Elfenbein durch die spezifische Maserung recht einfach von Bein (Knochen) unterscheiden. Ähnlich den Jahresringen von Bäumen hat auch Elfenbein eine ringförmige Maserung. Diese sogenannten Schreger-Linien sind mit bloßem Auge erkennbar. Im Querschnitt bilden sich durch die sich kreuzenden Schreger-Linien rhomboidale Maschen.

2018-07-13T14:28:45+00:00