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#Wildlife Crime

Handel mit geschützten
Tierarten im Internet

Auftraggeber und Partner: International Fund for Animal Welfare
Ziel: Das Ausmaß des Handels mit lebenden Tieren und Produkten aus geschützten Arten im Internet aufzeigen, daraus Forderungen an Politik und Webportalbetreiber ableiten, und Fälle illegalen Handels zur Anzeige bringen.
Aufgabe: Recherche über den Handel mit international geschützten Tierarten im Internet (Kleinanzeigenportale und Social Media) in Deutschland und Aufbereitung von Fällen illegalen Handels für die Behörden.
Zeitraum: August 2017 – März 2018

SHIFTING VALUES war Teil eines internationalen Teams, das in vier Ländern (Deutschland, Frankreich, Russland, UK) das Ausmaß des Online-Handels mit geschützten Tierarten erhob. Die Recherche umfasste die Arten, die nach Anhang A der EU-CITES-Verordnung besonders geschützt sind, sowie ausgewählte Arten des Anhangs B. Erhoben wurde sowohl das Angebot an lebenden Tieren (v.a. Reptilien, aber auch Wildkatzen, Primaten u.a.) als auch an Produkten aus geschützten Arten (z.B. Elfenbein, Leder, Stopfpräparate).

Erstmals wurde dabei auch der Handel mit geschützten Arten auf Social-Media-Plattformen untersucht.

#Lärm

Auftraggeber und Partner: OceanCare und NRDC
Ziel: Verbesserte Maßnahmen zum Schutz von Meereslebewesen vor intensiven Lärmquellen in europäischen Gewässern mit dem Schwerpunkt Mittelmeer.
Zeitraum: 2012 – 2017

OceanCare und NRDC bündeln Energien und Kräfte, um in europäischen Gewässern Maßnahmen zu erwirken, um Meerestiere insbesondere vor intensiven Lärmquellen besser zu schützen. Schwerpunkt liegt dabei auf der Situation im Mittelmeer. Die Arbeit zur Erreichung der Zielsetzung effizienter Schutzmaßnahmen für Meereslebewesen vor intensiven Lärmquellen wird langfristig fortgesetzt.

SHIFTING VALUES arbeitet im Auftrag der beiden Organisationen und ist Bestandteil des Teams, das im Zeitraum 2012 – 2017 messbare Erfolge vorweisen kann. Hier nur ein kleiner Auszug.

„Tierwohl“
als Kriterium für Investitionskapital

Auftraggeber und Partner: Humane Society International
Ziel: verbindliche Berücksichtigung von „Tierwohl“ als Investmentkriterium innerhalb
der Weltbankgruppe, der EBRD, sowie der Exportkreditgruppe der OECD zu erwirken.
Zeitraum: 2013 – 2016.

SHIFTING VALUES erwirkte in Zusammenarbeit mit und im Auftrag von Humane Society International (HSI) innerhalb von weniger als vier Jahren die Einführung von Tierwohl als verbindliches Kriterium für die Vergabe von Investitionskapital durch die Weltbank, die EBRD, sowie bei der Vergabe von Exportkrediten durch Exportkreditagenturen (ECAs).

Mit der Veröffentlichung eines ersten Berichtes („International Finance Institutions, Export Credit Agencies and Farm Animal Welfare“) zu der Thematik im Juni 2013 wurde erstmals das Augenmerk der Öffentlichkeit darauf gerichtet, dass im Bereich der landwirtschaftlichen Tierhaltung Millionen an öffentlichen Geldern in Anlagen investiert werden, die unermessliches Tierleid verursachen. Auch EU-Staaten verwenden dafür öffentliche Mittel, selbst wenn die Tierhalteanlagen in den Drittstaaten nicht jene Mindeststandards erfüllen, die innerhalb der EU gelten.

Die Konsequenzen sind vielschichtig:

  • unermessliches milliardenfaches Tierleid
  • Schaffung ungleicher Wettbewerbsbedingungen
  • Stärkung von bereits marktführenden Unternehmen mit möglichen negativen Auswirkungen auf die ländliche Struktur

#StayWild

Auftraggeber: eigenes Projekt von SHIFTING VALUES
Ziel: Diskurs über Chancen & Grenzen des kritischen Dokumentarfilms, sowie öffentliches Statement für den Dialog zu einer veränderten Beziehung zu Delfinen in Japan
Zeitraum: 3 und 4. Dezember 2015

3. Dezember 2015:
SHIFTING VALUES organisiert eine Sondervorstellung des mit einem Oscar und zahlreichen weiteren Filmpreisen ausgezeichneten Dokumentarfilms DIE BUCHT/THE COVE in Wien. Ric O’Barry, ehemals Flipper-Trainer und später Delfinschutz-Aktivist, Hauptprotagonist von THE COVE, ist anwesend. Im Anschluss an die Filmvorführung stellt er sich der Diskussion zum Thema „Chancen und Grenzen des kritischen Dokumentarfilms“ und berichtet über seine Aktivitäten und Erfahrungen in Japan.

In Zusammenarbeit mit den beiden Wiener Künstlern Axel Just und Benjamin Fillitz, Ric O’Barry und unterstützt von der internationalen Meeresschutzorganisation OceanCare setzt SHIFTING VALUES auf dem Wiener Heldenplatz ein kreatives und künstlerisch anspruchsvolles Zeichen für den Delfinschutz. Das von den beiden Künstlern kreierte Werk STAY WILD ließ sich von der jahrhundertealten Kultur Japans inspirieren und interpretiert Zitate aus der japanischen Kunstgeschichte in einem zeitgenössischen und agitativen Kontext.

Im Mai 2015 organisiert SHIFTING VALUES die Erstausstrahlung der ebenfalls mehrfach preisgekrönten Dokumentation BLACKFISH in Wien, Österreich.

#SaveKimi

Auftraggeber und Partner: VIER PFOTEN
Ziel: Öffentliche Diskussion über die Verwendung von Pelz in der Mode, sowie Protest gegenüber dem Unternehmen „Burberry“ als Bezieher von Pelzen aus finnischen Pelzfarmen.
Zeitraum: Herbst 2014

Kampagnenentwicklung, Vorbereitung, Koordination und Umsetzung der Initiative #SaveKimi durch SHIFTING VALUES. Kimi steht in dieser Kampagne stellvertretend für mehr als 2 Millionen Füchse, die jedes Jahr in finnischen Pelzfarmen getötet werden. Ganz im Sinne unserer Vision bei SHIFTING VALUES haben wir bewusst das Individuum ins Zentrum der Kommunikation gerückt, um dem Leid ein Gesicht zu geben. Rückt man das Individuum in den Mittelpunkt, wird auch der Umgang mit ihm zur zentralen Frage.

Dank zigtausender Facebook-Freunde, über tausend Postings unter #SaveKimi auf Instagram, zahlreichen Medien-Guerilla-Aktionen in europäischen Metropolen und einer breiten Unterstützung von Musikern und Schauspielern erreichte die Initiative mehrere Millionen Menschen. Hunderttausende protestierten gegenüber Modelabels, die Pelz verwenden, und ein breites Publikum wurde auf das Leid von Pelztieren aufmerksam gemacht. Ein achtbares Ergebnis für eine kurze Kampagne.

#Handeln

Illegalen Tierhandel einstellen.

Auftraggeber und Partner: Tierschutzombudsstelle der Stadt Wien
Ziel: Erhebung und Erstellung einer Studie über die Situation des Online-Handels mit Tieren für die Heimtierhaltung in der Stadt Wien, sowie Bereitstellung von Know-How zur Entwicklung konkreter Maßnahmen.
Zeitraum: In mehreren Phasen zwischen Nov. 2013 und 2016

Anmerkung: Erstellung der ersten umfassenden Studie in diesem Bereich. Die basierend auf der Studie und aktuell aufbereiten Informationen im Rahmen des Projektes ermöglichte der Stadtverwaltung ein zielgerichtetes Vorgehen zur Beseitigung von Missständen. Der Rückgang des insbesondere illegalen Online-Tierhandels und eine Änderung des Anbotes seitens von Portalbetreibern konnten statistisch belegt und an konkreten Beispielen nachgewiesen werden.

Der Schwerpunkt der Studie lag auf Hunden (insbes. Welpen), Katzen und Reptilien. Zum Studienumfang zählten insbesondere ein Monitoring der Entwicklung der Tierinserate auf sechs maßgeblichen Online-Kleinanzeigenplattformen sowie tiefergehende Analysen zu den Vorgangsweisen des illegalen Tierhandels.

#Iceberg

Ein Tier, sein Bild, seine Geschichte.

Auftraggeber und Partner: Far East Russia Orca Project (FEROP) und Shifting Values
Ziel: Faszination eines Individuums ins Zentrum der Kommunikation über Wale stellen und darüber für den Schutz von Walen werben.
Aufgabe: weltweite Kampagnenplanung, Umsetzung und Medienarbeit in Kooperation mit FEROP.
Zeitraum: April 2012

Im April 2012 veröffentlichen das Far East Russia Orca Project (FEROP) und SHIFTING VALUES die Meldung über die erste Sichtung eines vollständig weißen, männlichen Orcas. Ein Team von Wissenschaftlern rund um den Walexperten Erich Hoyt, geben dem Ocra, auch als Schwertwal bezeichnet, den Namen ICEBERG. Er wurde im Nordpazifik, östlich der Halbinsel Kamtschatka, gesichtet und dokumentiert.

Die Reaktionen auf die Sichtung des „White Russian“, sind überwältigend. Über Nacht erlangt ICEBERG einen Bekanntheitsgrad wie ein Popstar, in der ersten Woche sehen über 650.000 Menschen seinen Clip bei Youtube; den Bericht von Russian Today klicken wöchentlich 200.000 Menschen und allein in Deutschland veröffentlichen im April 2012 über 80 Magazine und Tageszeitungen sein Bild.

ICEBERG ist ein starker Beweis, dass die Einmaligkeit und Schönheit der Natur die Menschen weltweit fasziniert. Das ist sehr wichtig, denn Faszination spielt eine wichtige Rolle für die Motivation etwas zu schützen und genau das wollen die jungen engagierten Wissenschaftler des Far East Russia Orca Project vor Kamtschatka und den Kommandeur-Inseln erreichen. Sie wollen die Aufmerksamkeit auf die Schönheit und Vielfalt lenken und sie so gegen die zunehmenden wirtschaftlichen Interessen, der Fischerei- sowie der Öl- und Gasindustrie in der Region entgegenstellen.

#Sonar Sucks

Lautstark gegen Lärm.

Auftraggeber und Partner: Wale and Dolphin Conservation (WDC) & die PunkRockband Itchy Poopzkid
Ziel: Das bis dato in der Öffentlichkeit noch relativ unbekannte Thema Unterwasserlärm zum Thema machen
Aufgabe: Kampagnenplanung, Koordination, Umsetzung und Medienarbeit
Zeitraum: 2010 – Mai 2011

Anmerkung: Nicolas Entrup hat diese Kampagne noch als Geschäftsführer der WDC in Deutschland und internationaler Kampagnenleiter durchgeführt.

Bis vor wenigen Jahren war die Verschmutzung der Weltmeere durch Lärm in der Öffentlichkeit ein weitgehend unbekanntes Thema. Kaum jemand wollte sich daran wagen, zu viele Hürden galt es zu überwinden. Das Thema ist komplex, die Verursacher (Militär & Ölindustrie) vermeintlich übermächtig.
Unsere Idee? Wir sind Lauter, wir provozieren, wir wühlen auf. Wir bringen die Folgen des Lärms Unterwasser an die Oberfläche.

Die Punkrockband Itchy Poopzkid schreibt für die internationale Wal- und Delfinschutzorganisation WDC einen Song: Why Still Bother
Er wird zur Hymne der Sonar Sucks Kampagne. Das VIDEO polarisiert: ein toter Wal wird gesprengt – „ihm platzt der Schädel“.
Unterstützt wird der Kreativprozess für die Kampagne von der Agentur section e von Peter Treibenreif.

#WALHELFER

Auftraggeber und Partner: Whale and Dolphin Conservation (WDC)
Ziel: Gründung und Aufbau des deutschen Büro der WDC. Leitung und Entwicklung internationaler Kampagnen.
Zeitraum: Geschäftsführung WDC Deutschland (1999 – 2011), Internationale Kampagnenleitung: 2010 und 2011.

Anmerkung: Im Sommer 2011 übergab Nicolas Entrup die Geschäftsleitung des deutschen Büros der WDC an seine Nachfolgerin mit einem aktiven Unterstützerpool von 13.000 engagierten Personen, da er sich entschloss, neue Herausforderungen anzunehmen. In den zwölf Jahren wurde die WDC zu einer der führenden Meeresschutzorganisationen in Deutschland. Zu den zahlreichen Kampagnenerfolgen zählte eine starke, engagierte deutsche Positionierung innerhalb der Internationalen Walfangkommission (IWC) und enge Kooperation mit Bundesministerin Künast, die eine Abkehr von der vorangegangenen Kompromisspolitik ihrer Vorgänger durchsetzte. Ein Verbot des internationalen Handels mit Delfinen aus dem Schwarzen Meer, die Schließung mehrerer Delfinarien, Verhinderung von Delfinfängen, sowie die Thematisierung des Themas Unterwasserlärm, uvm.

Persönliches Highlight von Nicolas Entrup in dieser Zeit war die Partizipation an der Entwicklung der „Deklaration für die Rechte von Walen und Delfinen“, die unter seinem Mitwirken am 21. und 22. Mai 2010 an der Universität in Helsinki, Finnland, in Zusammenarbeit mit internationalen ExpertInnen aus unterschiedlichen Forschungsrichtungen und Fachgebieten entworfen und verabschiedet wurde.

Für manche ist diese Deklaration revolutionär im Ansatz, für andere die logische Schlussfolgerung aus vorhandenem Wissen. Für Waltiere ist es die einzige Chance, dem auf den Weltmeeren lastenden Druck standzuhalten. Doch die akademische Vision bedarf der praktischen Umsetzung. Und genau da beginnt die Reise des Wertewandels.