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Knall-Effekt

im Stillen Ozean.

Das Meer. Der tiefe Ozean. Eine Welt in der Schall, also die akustische Wahrnehmung, eine zentrale Rolle spielt. Viele Meerestiere nutzen Schall, um sich zu orientieren und um zu kommunizieren. Das bedeutet aber auch: Lärm kann zu einer lebensbedrohlichen Gefahr werden.

Stellen Sie sich vor: alle 10 Sekunden ertönt eine Explosion mit mehr als 230 Dezibel (dB). Wochen-  manchmal monatelang. Die Rede ist von Schallkanonen, die hinter Forschungsschiffen gezogen und bei der Suche nach Öl- und Gaslagerstätten im Meeresboden eingesetzt werden. Sie fragen sich, wie man sich 230 dB vorstellen kann? Kaum. Sie müssen sich in Erinnerung rufen, dass die Dezibel-Skala logarithmisch ist, d.h. 20 dB haben nicht die doppelte, sondern die 10-fache Schallenergie von 10 dB usw. Liegt die Schmerzgrenze des menschlichen Gehörs bei 130 dB, so bedenken Sie nun, dass sich Schall unter Wasser fünfmal so schnell ausbreitet als an der Luft. Für Lärm Unterwasser gibt es somit auch keine Grenzen. Somit finden Meeresbewohner vielerorts auch in ausgewiesenen Schutzgebieten vor Lärm keinen Schutz.

Eine andere Form intensiven Unterwasserlärm erzeugender Aktivitäten ist der Einsatz aktiver Sonarsysteme seitens der Militärs. Ganze Ozeanregionen werden mittels nieder- und mittelfrequenter Sonare auf feindliche U-Boote abgesucht. Dabei entziehen sich Militärs mit Verweis auf die nationale Sicherheit meist den Umweltschutzbestimmungen. Transparenten Zugang zu Informationen gibt es kaum.

Hinzu kommt der in vielen Regionen stetig ansteigende Lärmpegel durch die Schifffahrt.

DIE FOLGEN SIND BELEGT

Ein akustischer Schleier umhüllt die Meeresbewohner. Das Meiden von oder Fliehen aus Gebieten, temporäre aber auch langfristige Gehörschäden, bis hin zur Todesfolge sind Auswirkungen des Lärms. Neue Erkenntnisse belegen, dass intensive Lärmquellen nicht nur Meeressäuger, sondern den gesamten marinen Lebensraum negativ beeinflussen, bis zu hoher Mortalität bei Krill. Die Konsequenz ist, dass man auch in Hinblick auf die Sicherstellung der Nahrungsversorgung durch die Erhaltung kommerzieller Fischbestände das Thema Lärm adressieren muss.

UNSER ZIEL:

DER STILLE OZEAN DARF
NICHT ZUM TOTEN MEER WERDEN.

SHIFTING VALUES arbeitet mit und für die Teams von OceanCare und Natural Resources Defense Council (NRDC), um insbesondere im Mittelmeer, Maßnahmen zu erwirken, die intensive Lärmquellen eindämmen.